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Warum das Anschreiben bei einer Bewerbung so wichtig ist

Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor: Der Personaler eines Betriebs oder Unternehmens bekommt eine Bewerbung zugesandt. Er schlägt sie auf, blättert vielleicht kurz die Seiten durch und wirft dann einen Blick auf das Anschreiben. In den ersten Zeilen verbergen sich bereits ein paar flüchtige Rechtschreibfehler, der Schreibstil ist unpersönlich und allgemein gehalten, die Motivation des Bewerbers wird nicht klar ersichtlich. Es ist ein Anschreiben unter vielen, die alle in ihrer Art gleich sind und durch nichts hervorstechen. Wie wird der Personaler reagieren?

Die Antwort liegt natürlich auf der Hand: Er wird das Schreiben auf den Stapel zu den anderen Bewerbungen legen, die am Ende des Tages im Papierkorb landen. Der Bewerber wird in den nächsten Wochen eine schriftliche Absage erhalten, oder – im schlimmsten Fall – nie wieder etwas von der erträumten Arbeitsstelle hören.

Obwohl einem die Reaktion des Personalers in diesem Fall als logische Konsequenz erscheint, heißt das noch lange nicht, dass man weiß, wie man eine derartige Reaktion auf seine Bewerbung vermeiden kann. Man mag sich mit seinem Anschreiben noch so viel Mühe geben – irgendetwas läuft immer falsch.

Anschreiben bei Initiativbewerbungen

Mehr noch als bei jeder anderen Bewerbung, hat das Anschreiben bei Initiativbewerbungen oberste Priorität. Denn es handelt sich ja hierbei nicht um eine Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle, sondern um ein Schreiben an eine Person, die zu dem Zeitpunkt vermutlich gar nicht auf der Suche nach einem neuen Mitarbeiter ist. Deshalb muss bereits in den ersten Sätzen klar werden, weshalb der Bewerber den Weg der selbstinitiativen Kontaktaufnahme gewählt hat – welche Erwartungen hat er an den potenziellen Arbeitgeber, warum hat er sich ausgerechnet für diese Firma entschieden und welche Vorteile würde es dem Betrieb bieten, gerade ihn einzustellen.

Wichtig ist, dass man sich trotz der Schwierigkeit der Aufgabe, bei seinem Anschreiben nicht dazu hinreißen lässt, einen ganzen Roman zu schreiben, um ja möglichst überzeugend zu wirken. Alles, das länger als eine DinA4-Seite ist, wird den Personaler in der Regel nicht interessieren. Deshalb heißt es, kurz und treffend auf den Punkt zu bringen, was wirklich wichtig ist. Wenn Sie mit Ihrem Anschreiben Erfolg haben, können Sie bei einem Vorstellungsgespräch Ihren möglichen neuen Arbeitgeber immer noch ausführlich über Ihre Motivation und Ihre Fähigkeiten in Kenntnis setzen.

Was macht ein Anschreiben zu einem guten Anschreiben?

Egal ob bei einer normalen oder einer Initiativbewerbung – wer beim Anschreiben patzt, hat wenig Chancen im Bewerbungsprozess voranzukommen. Und dabei geht es nicht nur um Rechtschreibfehler oder formale Entgleisungen. Noch viel wichtiger als die Aufzählung  beruflicher Errungenschaften oder eigener Stärken, ist ein persönlicher Stil.

Schreiben Sie nicht nur, dass Sie für das betreffende Unternehmen arbeiten wollen, sondern schreiben Sie auch warum. Erzählen Sie nicht eine Seite lang über das, was Sie schon gemacht haben, sondern über das, was Sie in Zukunft gerne tun würden. Nichts macht ein Anschreiben bei einer Bewerbung interessanter, als dem Leser das Gefühl zu geben, dass man nicht ein Schreiben von vielen verfasst hat, sondern dieses eine Schreiben nur für diese eine Stelle oder Person geschrieben hat.

Nur wer wagt, gewinnt auch

Wenn man auf Arbeitssuche ist, ist falsche Bescheidenheit fehl am Platz. Wer erfolgreich sein will, muss auch dafür kämpfen. Und das trifft auf eine Initiativbewerbung in noch höherem Maße zu, als auf andere Bewerbungen. Natürlich ist die Scheu davor, sich auf eine Stelle zu bewerben, die gar nicht ausgeschrieben ist, größer als im Falle eines gängigen Bewerbungsverfahrens. Dafür sind die Chancen, unmittelbar und ohne Konkurrenz wahrgenommen zu werden, um einiges höher.

Auf keinen Fall sollte man Angst davor haben, als aufdringlich oder lästig wahrgenommen zu werden. Wenn gerade kein Bedarf an neuen Arbeitskräften ist, ist das Schlimmste, das Ihnen passieren kann, eine Absage. Und falls Sie doch den richtigen Zeitpunkt erwischt haben sollten, und mit ein paar hilfreichen Tipps vom Profi auch noch ein perfektes Anschreiben zu Ihrer Bewerbung hinzugefügt haben, könnte sich Ihr Traum vom neuen Job endlich erfüllen. 

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